DIE STADT DER UNSICHTBAREN DINGE
Ein dreitägiges Theaterlabor mit Objekten, Körpern, Masken und Berlin
20.–22. November 2026
Berlin–Kreuzberg

Ein Schuh sucht seinen Fuß. Ein Foto möchte nicht angesehen werden. Ein Koffer kann sich nicht entscheiden, ob er abreisen soll. Eine Tasse boykottiert das Frühstück.
Willkommen in der Stadt der unsichtbaren Dinge.
Hier führen Gegenstände ein Eigenleben, Alltägliches gerät aus der Ordnung und selbst die vertrautesten Dinge beginnen, sich verdächtig zu verhalten.
Was geschieht, wenn wir die Welt nicht länger als eine Ansammlung vertrauter Dinge betrachten, sondern als einen Ort voller verborgener Möglichkeiten? Wenn wir aufhören, den Dingen vorzuschreiben, was sie zu sein haben, und beginnen, ihnen zuzuhören?
In diesem dreitägigen Theaterlabor erkunden wir die Beziehungen zwischen Objekten, Körpern, Masken und den verborgenen Geschichten Berlins. Wir verlassen gewohnte Perspektiven, folgen ungewohnten Spuren und geben dem Unwahrscheinlichen eine Bühne.
Wir folgen keiner fertigen Geschichte. Stattdessen sammeln wir Eindrücke, erfinden Zusammenhänge und lassen uns dorthin führen, wo wir eigentlich nie hinwollten.
WENN DIE DINGE EIN EIGENLEBEN FÜHREN
Ein Gegenstand ist niemals nur das, wofür wir ihn halten.
Vielleicht ist er müde. Vielleicht wartet er seit Jahren auf jemanden. Vielleicht hat er eine schlechte Erinnerung an die Küche, in der er lebt.
Wir begegnen Alltagsgegenständen, Fundstücken und wiederverwendeten Materialien. Wir erkunden ihreFormen, Gewichte, Oberflächen und Bewegungsmöglichkeiten und erwecken sie zu neuem Leben.
Ausgehend von ihren materiellen Eigenschaften untersuchen wir, wie sich diese auf den Körper übertragenlassen. Wie verändert sich eine Bewegung, wenn sie schwer, zerbrechlich, rau oder elastisch wird?
Wir lassen uns von ihrer Beschaffenheit inspirieren, um ungewöhnliche Bewegungsqualitäten, neueAusdrucksmöglichkeiten und unerwartete körperliche Reaktionen zu entdecken.
Durch Körperarbeit und Improvisation entwickeln sich Figuren, Handlungen und Beziehungen zwischen Mensch und Objekt. Der Körper wird zum Ort der Entdeckung, das Objekt zum Spielpartner, Gegenüber und Motor des szenischen Geschehens.
Dabei bleibt nicht immer klar, wer hier eigentlich wen bewegt.
Wir geben den Dingen einen Körper – und plötzlich haben sie etwas mit uns vor.
So wird ein unscheinbarer Gegenstand zum heimlichen Hauptdarsteller, ein zufälliger Handgriff löst eine Katastrophe aus und ein Stück Material bekommt eine Vergangenheit, die niemals stattgefunden hat.
MASKEN UND ANDERE IDENTITÄTEN
Was kann aus dem Körper werden, wenn er sich nicht mehr so bewegt wie immer?
Mit Masken aus wiederverwendeten Materialien wie Kunststoff, Gummi und verschiedenen Fundstücken erkunden wir neue Ausdrucksmöglichkeiten. Wir lassen uns von den Impulsen leiten, die aus der Begegnung zwischen Maske, Körper und Vorstellungskraft hervorgehen.
Die Maske verändert unseren Körperschwerpunkt, unsere Haltung und unseren Blick. Der Körper beginnt, anderen Gesetzen zu folgen: Alltägliche Gesten nehmen ungewohnte Formen an, Rhythmen verschieben sich und selbst kleinste Veränderungen können eine überraschende Bühnenpräsenz hervorbringen.
Wir suchen nicht nach vorgegebenen Charakteren. Durch Spiel und Improvisation entwickeln sich eigenwillige Figuren und Verhaltensweisen, die neue Möglichkeiten eröffnen, den Raum zu bewohnen. Entscheidend ist der Dialog zwischen der Maske und der Person, die sie trägt.
Die Maske ist keine bloße Verkleidung, sondern eine Form, die wir bewohnen und die unseren Blick auf Körper und Identität verändert.
BERLIN UND SEINE GEHEIME GEOGRAFIE
Auch die Stadt hält ihre eigenen Geschichten verborgen.
Zwischen Baustellen, Hinterhöfen, verwitterten Fassaden und halb verblassten Schriftzügen begegnen wir den Spuren einer Stadt, die mehr Geschichten kennt, als sie erzählen kann.
Wir beobachten Oberflächen, lauschen Geräuschen und richten unsere Aufmerksamkeit auf Details, an denen wir sonst achtlos vorbeigehen. Ein Riss im Asphalt wird zur Landkarte eines unbekannten Landes. Ein verlassenes Fahrrad wartet auf jemanden, der nie zurückgekehrt ist. Ein verblasstes Schild erinnert sich an eine Anweisung, die niemand mehr versteht. Ein „Bitte zurückbleiben!“ könnte die Tür zu allem öffnen, was hätte geschehen können.
Unsere Beobachtungen müssen nicht erklärt werden. Sie dürfen Fragen aufwerfen, Erinnerungen wecken und Verbindungen sichtbar machen, die zuvor verborgen waren.
Berlin wird zum offenen Labor. Seine Materialien, Geräusche und Spuren liefern Impulse für körperliche Aktionen und szenische Erkundungen.
Aus diesen Begegnungen entsteht eine geheime Kartografie der Stadt: eine Landschaft, in der Orte ihre Namen verlieren, Umwege wichtiger werden als Ziele und das Verirren zu einer besonderen Form der Orientierung wird.
Denn jede Stadt hat zwei Geografien: eine, die uns ans Ziel bringt, und eine andere, die uns dorthin führt, wo etwas auf uns wartet, von dem wir nicht einmal wussten, dass wir es suchen.
FÜR WEN?
Das Theaterlabor richtet sich an alle, die Lust haben, mit Körpern, Objekten und Masken zu experimentieren und Vertrautes aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Es ist offen für Menschen mit und ohne Theatererfahrung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf das Unvorhersehbare einzulassen, genügen.
Im Mittelpunkt stehen die Freude am gemeinsamen Spiel und die Möglichkeit, Ausdrucksformen jenseits gewohnter Bewegungen und Erzählweisen zu erproben.
TERMINE UND INFORMATIONEN
ORT:
Berlin-Kreuzberg
DATUM:
20.–22. November 2026
ZEITEN:
Freitag: 18:00–21:00 Uhr
Samstag: 10:00–17:00 Uhr
Sonntag: 10:00–15:00 Uhr
TEILNAHMEGEBÜHR:
150–190 € · Sliding Scale
Bitte wähle den Beitrag, der deiner aktuellen finanziellen Situation entspricht. Wenn es dir möglich ist, einen höheren Betrag zu zahlen, unterstützt du damit die Teilnahme von Menschen, die finanziell weniger Spielraum haben.
ANMELDECOUPON HERUNTERLADEN https://minatinaburri.com/wp-content/uploads/2026/08/anmeldecoupon-herunterladen-.pdf
Drei Tage, um anders zu sehen, den Dingen eine Stimme zu geben und den Geschichten zu begegnen, die darauf warten, in Bewegung zu geraten.
Vielleicht findet am Ende alles wieder seinen Platz.
Vielleicht tauschen die Dinge heimlich die Plätze.
Vielleicht war es schon immer so.

SPIELRÄUME
Herbst-Workshop-Reihe mit Mina Tinaburri in BERLIN
Physical Theatre · Maske · Objekttheater · Körper · Erinnerung

Zwei Workshops. Zwei Wege. Eine gemeinsame Suche nach dem Moment, in dem etwas in Bewegung gerät, sich verwandelt und neue Verbindungen entstehen.
VOM SPIEL ZUR MASKE
23.–25. Oktober 2026 · Berlin-Kreuzberg
Spiel · Spielimpuls · Spiellust · Neutrale Maske
DIE STADT DER UNSICHTBAREN DINGE
Eine visionäre Reise durch Objekte, Körper, Erinnerungen und Berlin
20.–22. November 2026 · Berlin-Kreuzberg
Objekttheater · Körper · Maske · Erinnerung · Berlin als Spielmaterial · Collage
ANMELDECOUPON HERUNTERLADEN https://minatinaburri.com/wp-content/uploads/2026/08/anmeldecoupon-herunterladen-.pdf

PREMIEREN ALERT!!!
MAI – BERLIN
JUNI – ROM
UNTER DER REGIE VON MINA TINABURRI
NICHT VERPASSEN!!


METAMORPHOSEN DES KÖRPERS
Workshop-Reihe im Physical Theatre mit Mina Tinaburri
Berlin | März – Juni 2026

Metamorphosen des Körpers ist eine Workshop-Reihe, die den Körper als plastisches und erzählerisches Werkzeug für szenische Transformationen jenseits des psychologischen Realismus erforscht. Jeder Workshop lädt dazu ein, zu entdecken, wie der Körper als lebendiger, pulsierender Organismus Geschichten und Emotionen durch Gesten, Form und Bewegung ausdrücken kann.
Der Körper wird zum Hauptdarsteller – als Akteur, der sich ständig verwandelt und dabei verschiedene Ausdrucksebenen durchläuft: vom Poetischen über die groteske Verformung bis hin zur visuellen Komik.
Die Workshops im Einzelnen
Der erzählende Körper
DIE MASKE ALS KREATIVER PARTNER – EINE REISE IN DIE BASLER MASKEN
Tauche ein in die Welt der Bewegung, des Spiels und der szenischen Poesie mit den Basler Masken.
Erlebe, wie die Maske dein erster szenischer Partner wird – eine Einladung, dich führen zu lassen und Neues auszuprobieren.
Körper und Maske verschmelzen zu einem zentralen Ausdrucksmittel für die szenische Arbeit, das Emotionen und Konflikte sichtbar macht und Geschichten ohne Worte erzählt.
Der Workshop vermittelt Präsenz, physische Dramaturgie und kreative Gestaltung – und zeigt, wie die Maske als Werkzeug für präzisen Ausdruck und nonverbale Kommunikation dient.
Ein Raum, in dem jeder Atemzug und jede Bewegung zu einer poetischen Handlung wird.
Zielgruppe: Für alle, die Lust haben, Maskentheater zu erleben, nonverbale Sprache zu entdecken und ihren Körper kreativ einzusetzen – ob Profis, Theaterbegeisterte oder neugierige Entdecker:innen. Vorerfahrung ist nicht nötig, mitbringen solltest du nur Bewegungsfreude, Neugier und Offenheit fürs Spiel.
Berlin Kreuzberg
13.-15.03.26
Fr 18-21 Uhr, Sa 10-17 Uhr, So 10-15 Uhr
Preis: € 195 – 145 (Sliding Scale)
DER WILDE KÖRPER – Vom Tier zum Bühnenkörper
Der Körper weiß mehr, als der Verstand! Lass dich von der Energie, den Bewegungen und dem inneren Rhythmus tierischer Körper durchdringen.
Lerne, wie Instinkte, Triebe, Bewegungen und Verhaltensweisen von Tieren deine Bühnenfiguren bereichern und deine Präsenz auf der Bühne stärken.
Erschaffe hybride Figuren zwischen Mensch und Tier und entdecke tierische Kraft, Reaktivität, Beweglichkeit und Ausdrucksstärke, die deine Charaktere lebendig machen.
Zielgruppe:Für alle, die ihren Körper als Ausdrucksmittel entdecken und erweitern wollen – Schauspieler:innen, Performer:innen, Theaterbegeisterte oder neugierige Entdecker:innen. Vorerfahrung ist nicht nötig, wichtig sind Neugier, Bewegungsfreude und die Bereitschaft, in die Energie und den Rhythmus tierischer Körper einzutauchen.
Berlin Kreuzberg
24.–26.04.2026
Fr 18–21 Uhr | Sa 10–17 Uhr | So 10–15 Uhr
Preis: € 195 – 145 (Sliding Scale)
Der groteske Körper – DIE GROTESKE MENSCHLICHE KOMÖDIE
Das Theater von Figuren und menschlichem Verhalten: Commedia dell’Arte trifft auf Dostojewskij
Erlebe, wie das körperbetonte Spiel der Commedia dell’Arte auf die psychologische Tiefe der Figuren bei Dostojewskij trifft.
Masken und der rhythmische Ausdruck der Commedia treffen auf die komplexen Seelenzustände Dostojewskijs.
Körper und Geist erfahren groteske Verformungen, in denen innere Konflikte und Leidenschaften durch Gestik und Maske sichtbar werden.
Tauche ein in diese Welt und entdecke groteske, tragische und ironische Figuren – zwischen Deformation, emotionaler Intensität und Tragikomik.
So wird die absurde Komplexität der menschlichen Natur auf der Bühne lebendig.
Zielgruppe: Für alle, die sich für groteske Figuren, Maskenspiel und die psychologische Tiefe menschlicher Charaktere interessieren – Schauspieler:innen, Performer:innen, Theaterbegeisterte oder neugierige Entdecker:innen. Vorerfahrung ist nicht nötig; mitbringen solltest du Neugier, Spielfreude und Offenheit für körperlich-expressive Experimente mit grotesk-tragischen Figuren und der komplexen Psychologie Dostojewskijs.
Berlin Kreuzberg
08.-10.05.26
Fr 18-21 Uhr, Sa 10-17 Uhr, So 10-15 Uhr
Preis: € 195 – 145 (Sliding Scale)
VOM STILISIERTEN KÖRPER ZUM CARTOON – Physical & Visual Comedy
Komik hat es eilig! Ein Workshop für physisches und visuelles Theater, in dem der Körper zum narrativen Instrument wird: gleichzeitig Bühne, Bildschirm und Kamera. Bewegung erzeugt Bilder, und Bilder erzeugen Handlung.
Durch Rhythmus, Geste und übersteigerte Mimik entwickeln die Teilnehmer:innen Figuren, inspiriert von der Sprache des Cartoons: unmittelbare, reduzierte und hochdynamische Charaktere, die aus präzisen körperlichen Impulsen entstehen.
Der Rhythmus ist die unsichtbare Struktur des Spiels: Geschwindigkeit, Präzision und Timing formen eine Dramaturgie der Bewegung. Die Szene entsteht wie ein Live-Montageprozess – jede Aktion ruft die nächste hervor, in einer kontinuierlichen rhythmischen Kette.
Stimme und Klang werden Teil der Handlung: Onomatopöien, Geräusche und vokale Elemente ersetzen oder verstärken Sprache und verwandeln die Szene in eine physisch-klangliche Partitur.
Auch das Kino wird körperlich: Zoom, Replay, Zeitlupe und Flashback sind keine zu beobachtenden Techniken mehr, sondern Handlungen, die durch den Körper erfahren, neu interpretiert und auf der Bühne verkörpert werden.
Berlin Kreuzberg
19.-21.06.26
Fr 18-21 Uhr, Sa 10-17 Uhr, So 10-15 Uhr
Preis: € 195 – 145 (Sliding Scale)
Anmeldecoupon herunterladen: anmeldecoupon-metamorphosen-des-koerpers
Atelier für Physisches Theater Berlin – Ernitz & Tinaburri
Physische und visuelle Theaterformen | Theatermasken
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